Familienanaloge Projektstellen

Die Hilfe zur Erziehung in der familienanalogen Intensivbetreuung ist eine Leistung nach § 27, 34 ff. SGB VIII. Die Ausgestaltung konkretisiert sich im Hilfeplan nach § 36 SGB VIII. Auf der Basis der im Hilfeplan festgelegten Ziele passen wir die pädagogische Hilfe und Betreuung in der Erziehungsplanung individuell den Bedürfnissen des jungen Menschen an.

Bei Bedarf können familienanaloge Projektstellen zur Einzelbetreuung eingerichtet werden. Hier werden besonders entwicklungsbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche betreut, für die im Verlauf der Hilfe zur Erziehung eine Änderung der Hilfeform ohne Einrichtungswechsel indiziert ist. Nach Auswertung der Erfahrungen in einer Wohngruppe und/oder nach Abschluss einer ausführlichen psychologischen bzw. psychiatrischen Diagnostik werden mit allen an der Hilfe Beteiligten alternative Betreuungsformen diskutiert.

Zur Förderung eines Kindes/Jugendlichen öffnet eine familienanaloge Projektstelle ihren privaten Lebensraum im häuslichen Kontext. Durch die Verbindung von familiärer Alltagsgestaltung und Pädagogik wird ein Milieu gewährleistet, das Struktur, Sicherheit und emotionale Akzeptanz vermittelt. Die familienanaloge Projektstelle und der zuständige Fachdienst der Einrichtung streben bei entsprechender Indikation eine gute Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie des Kindes/Jugendlichen an. Unter Einbeziehung von kollegialer Beratung und externer Supervision arbeitet die familienanaloge Projektstelle aktiv mit dem Fachdienst der Einrichtung zusammen.